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Chronik der Domschule

Am 18. Februar des Jahres 1881 beschließt der hochwohllöbliche Magistrat der Stadt Bamberg, einem dringenden Bedürfnis abzuhelfen und noch im Jahre 1881 an Stelle des der Stadt gehörigen Schrottenberghofes ein Schulhaus zu errichten. Die Knabenschule ist in dieser Zeit im Jakobsberger Schulhaus, Jakobsplatz 11 und 12, die Mädchenschule im alten Schrottenberghof in kleinen Räumen untergebracht.

Die Schülerzahlen steigen ständig. Nun sollen für 640 Schüler acht Schulräume errichtet werden. Die Gesamtkosten dürfen samt Einrichtung 100 000 Mark nicht übersteigen. Um Kosten einzusparen, wird nur der rechte Flügelbau unterkellert. Zum Bau der neuen Schule soll Abbruchmaterial des Kapuzinerklosters verwendet werden. Trotz der Sparmaßnahmen kann der Stadtkämmerer das Bauvorhaben nicht finanzieren. Es muß ein Kredit von 80 000 Mark aufgenommen werden.

Im Herbst 1881 wird die Baustelle eingerichtet. Der Bau verläuft planmäßig. Bereits am 1. Mai 1882 kann das neue Gebäude feierlich eingeweiht werden. Nach dem Festgottesdienst im Dom ziehen Schuljugend und Ehrengäste hinüber zur neuen Schulbehörde. Einen Namen erhält sie noch nicht. Sie wird einfach als Schule des 4. Distrikts und gelegentlich auch als Elementarschule auf dem Domberg bezeichnet.



Den Namen Domschule erhält sie erst um die Jahrhundertwende, als der Anbau erstellt wird. (Für eine kurze Zeit, im 3. Reich, trägt sie auch den Namen Burgbergschule.)


Die Domschule im Jahre 1989

Mit 110 Jahren zählt sie zu den alten Schulhäusern Bambergs. In vieler Hinsicht wurde damals beim Bau gespart, die Schulräume aber sind großzügig angelegt und entsprechen auch heute noch strengen Anforderungen.

Die Räume muten eher modern an und bieten gute Arbeitsbedingungen. Die meterdicken Mauern sind nicht so hellhörig. Durch die hohen Fenster gelangt viel Licht in die nach Süden ausgerichteten Klassenzimmer. Die Schule liegt zentral. Es ist nicht weit zu den historischen Stätten, zur Stadt, zum Fluss, zu den Wiesen, Feldern und Wäldern am Stadtrand. Auf dem Burgberg findet sich selbst Platz für einen kleinen romantischen Schulgarten. Dem Sportunterricht dient die ehemalige fürstbischöfliche Reithalle, die restauriert auch einen würdigen Rahmen für Schulfeiern abgeben könnte.

Seit dem Jahr 1974 ist die Domschule nur noch Grundschule. Von den 8 Klassen sind je vier im Schulgebäude Karolinenstraße und in Wildensorg untergebracht. der Schulsprengel reicht heute vom Abtsberg über Wildensorg bis zum Babenbergerring. Trotzdem ist die Schülerzahl immer weiter zurückgegangen.

Von den 175 Domschülern im Schuljahr 1988/89 wurden nur noch 98 im Schulgebäude Obere Karolinenstraße unterrichtet. Das Haus steht aber nicht leer. Seit vielen Jahren beherbergt es neben der Grundschule auch Klassen des Clavius-Gymnasiums Bamberg.
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